Fixkosten tragen ihren Namen, weil sie unabhängig vom Umsatz anfallen. Diese Definition beschreibt lediglich das Verhalten der Kosten, nicht ihre Beeinflussbarkeit.

Miete, Versicherungen, Software-Abonnements oder Leasingraten bleiben monatlich gleich, egal ob zwei oder zwanzig Aufträge eingehen. Das bedeutet nicht, dass diese Positionen unveränderbar sind. Mietverträge lassen sich neu verhandeln, Versicherungen beim Wechsel des Anbieters anpassen, Software-Lizenzen kündigen oder auf günstigere Alternativen umstellen.

Die Unterscheidung zwischen kurzfristig und langfristig veränderbaren Fixkosten hilft bei der Planung.

Ein Laden zahlt 1.800 Euro Miete monatlich mit dreijähriger Bindung. Diese Kosten bleiben während der Vertragslaufzeit konstant, können aber bei Verlängerung durch Standortwechsel oder Verhandlung beeinflusst werden. Ein Softwareabo über 89 Euro monatlich lässt sich mit einmonatiger Frist beenden. Beide sind Fixkosten, die Handlungsspielräume unterscheiden sich erheblich.

Regelmäßige Prüfung deckt Einsparpotenzial auf. Welche Versicherung wird tatsächlich benötigt? Rechtfertigt die Nutzung den Preis der Software? Gibt es alternative Standorte mit besseren Konditionen?

Die Kategorie Fixkosten definiert nur das Kostenverhalten, nicht die strategische Entscheidungsfreiheit. Wer sie als unveränderlich akzeptiert, verschenkt Optimierungsmöglichkeiten.

Autor
Berthold Quandt